



Die ARBEIT AM TONFELD® ist eine zielgerichtet wirksame Methode, um Entwicklungsbedürfnisse nachzuholen und zu entfalten.
Sie wird heute erfolgreich in privaten, pädagogischen, sozialen, heilpädagogischen, kunsttherapeutischen, ergotherapeutischen, psychotherapeutischen und klinischen Einrichtungen angeboten.
Die Methode wurde von Prof. Heinz Deuser entwickelt.
Ausschlaggebend für die Erfindung der Arbeit am Tonfeld waren Prof. Deusers Erkentnisse, dass im Greifen der Hände der innere Mensch mitbegriffen wird.
Über das Greifen der Hände wird die Beziehungsgeschichte des Einzelnen wahrnehmbar, inneres Bewegtsein wird sichtbar, greifbar und daher wandelbar.
Alle Persönlichkeitsentwicklung beruht auf einem Beziehungsgeschehen. Jede Beziehungsentfaltung ist immer Selbstentfaltung. Die Arbeit am Tonfeld nimmt diesen Zusammenhang auf und gestaltet ihn. Die Berührung der Tonerde durch die Hände spricht erlebte Beziehungserfahrungen und ihre entsprechenden Beziehungsstrukturen an. Diese werden von den spontanen Bewegungen der Hände aufgenommen und neu geordnet. Auf diese Weise entsteht ein sinnengeleiteter, systemischer Prozeß der Gestaltbildung der Persönlichkeit, in dem sich der Arbeitende sinnenhaft be-greifen und um-strukturieren kann. Dadurch werden neue Verhaltensmuster im täglichen Leben möglich.
Im Greifen bilden wir unsere Auffassung von der Welt – und unserer selbst. Von Kindesbeinen an erfahren wir durch das Greifen, was Halt bietet, was verläßlich ist und sicher – oder unsicher, welche Handlungsmöglichkeiten uns offen stehen, was wir können, was wir wollen, wer wir sind.
Bei einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung bleiben wir beständig in der Lage, aus dem Moment heraus zu leben und unsere Auffassugen in Auseinandersetzung mit der Mitwelt umzugestalten und zu erweitern.
Die Arbeit am Tonfeld greift leiblich erfahrbar diesen Entwicklungsweg auf und ermöglicht, elementare Reifungs-und Klärngsprozesse nachzuholen. Schwierige Bedingungen, denen der Mensch äußerlich ausgesetzt war und vielleicht noch ist, kann er innerlich nachvollziehen und sich selbst dabei als gestaltend erleben. So wird modellhaft, wie in einer Laborsituation, ein neuer Umgang entwickelt, der im Alltag auch andere Verhaltensmöglichkeiten eröffnet. Da alles leiblich erfahrbar wird, sind alle Neuorientierungen auch bleibende Handlungsfelder.
Der Mensch erfährt durch seine Auseinandersetzung am Tonfeld neue Handlungsorientierung, Handlungskompetenz und Handlungssouveränität.
Er begegnet der Welt als tätig Handelnder und nicht mehr als ohnmächtig Ausgelieferter.